
Das Geheimnis von Elarin in Kurzfassung. Viel Spass

Helen, die Gattin von Georges, hatte alles vorbereitet. Wir wurden festlich bedient und neben "Wurscht-Chäs-Salot" gab es feine Leckereien und genügend Flüssigkeit in allen Variationen. So konnten wir einen gemütlichen Abend miteinander verbringen. Wir haben gelacht, gesungen und diskutiert. Die Hartgesottenen feierten bis über Mitternacht, damit sie auch offiziell dem Jubilaren gratulieren konnten. Die weniger "Gesottenen" machten sich noch am Vortag zum offiziellen Geburtstag auf den Heimweg, aber sicher nicht weniger glücklich.
Im Namen meiner Sängerkollegen und unserer Dirigentin Jolanda möcht ich Helen und Georges nochmals ganz herzlich für die Einladung und die tolle Bewirtschaftung danken. Es war ein wunderschöner Abend, an den wir uns gerne zurück erinnern.

Am 18 Juli feierte Viktor Oberhänsli seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar wünschte sich einen Auftritt des Männerchors Mosnang, in welchem er 51 Jahre Mitglied war und seit 1991 Ehrenmitglied ist.
Seinem Wunsch sind wir gerne nachgekommen. Jolanda, unsere geschätzte Dirigentin hat mit uns Sängern ein grossartiges Programm einstudiert. Natürlich waren die meisten Lieder uns Sängern wohlbekannt und bedurften mehr oder weniger einer Auffrischung. Aber ein nicht ausgesprochener Herzenswunsch von Viktor war das Lied «Der Jäger Abschied», welchen Jolanda zur Überraschung von Viktor gerne mit in das Programm aufgenommen hatte.
Wir trafen uns vorab noch im OSZ Mosnang und mussten einem Sänger noch kurz die Regeln unseres Tenues erklären. Obwohl «Heiland-Sandalen» mit nackt zur Schau gestellten Füssen in der warmen Sommerzeit sicherlich eine angenehme Kühlung versprechen, war es aus unserer Sicht für eine Festgesellschaft nicht zumutbar. Ab nach Hause und Schuhwechsel war angesagt.
Nach einem kurzen Einsingen in korrektem Tenue dislozierten wir auf den Winzenberg ins Restaurant Frohe Aussicht. In unserem schmucken Sommer-Tenue mit neuem Kurzarmhemd, langen Hosen, geschlossenen dunklen Schuhen und Mütze versammelten wir uns vor dem Restaurant.
Weil die Festgemeinschaft in ihrem Programm noch etwas hinterherhinkte, vertrieben wir uns die Zeit draussen teils im Schatten aber auch in der Sonne mit regen Diskussionen. Einige waren auch an den Stallungen oder der herumstehenden Gerätschaften interessiert.
Da sich das ganze noch etwas länger hinzog, hatten die Fest-Verantwortlichen Erbarmen mit uns Sängern und wir durften in der Gartenwirtschaft unsere Stimmbänder mit einem Glas Wein und /oder Wasser auf den bevorstehenden Auftritt vorbereiten.
Dann war es endlich so weit und uns wurde Eintritt gewährt und wir konnten uns vorne im Saal aufstellen. Alle waren natürlich auf eine kurze Ansprache unseres Präsidenten Christian, dem Neffen von Viktor, gespannt. Sorry, leider abwesend. Kein Problem, der Vice Präsi Ivo springt in einem solchen Fall natürlich gerne ein, dafür ist er ja da, neben vielem anderen, versteht sich. Sorry, leider abwesend. Nachdem sich aus dem Vorstand niemand dieser wichtigen Aufgabe gewachsen fühlte, mussten wir auf einen valablen und kompetenten Redner zurückgreifen und fanden ihn in der Person von unserem ex Präsidenten Bruno Fischbacher, der seine Aufgabe hervorragend machte, die Festgemeinschaft bestens unterhielt und dem Chor beinahe die Show gestohlen hätte, aber eben, nur beinahe 😉
Unser erster Vortragsblock bestand aus den Liedern: «Heute hier morgen dort», «Die alten Strassen», «Das Ave Maria der Berge» mit Solist Sepp Oberhänsli und «Glocken der Heimat». Die Zuhörer waren sichtlich angetan von unseren Vorträgen und aus dem Augenwinkel heraus konnte ich Viktor sehen, wie er mit leuchtenden Augen bei jedem Lied mitgesungen hat. Welche Gedanken an schöne Momente mit dem Männerchor dabei durch seinen Kopf geschossen sind, lässt sich nur vermuten.
Nach einer kurzen Pause mit erfrischenden Getränken getrauten wir uns dann an den zweiten Liederblock. Jolanda hat in gekonnter Manier die Lieder «Abendfrieden» und «La Montanara» vorangekündigt. Beim nächsten Vortrag hielt sie die Spannung für den Jubilaren noch etwas offen und verriet den Titel nicht sofort, aber sie war sich bewusst, dass es für Viktor eine wirklich schöne Überraschung sein würde, eines seiner Lieblingsstücke zu hören. Und so war es dann auch, als wir in das Lied «Der Jäger Abschied» einstimmten, glaubte ich sein Herz schneller Schlagen zu hören und seine Augen glänzten wie Edelsteine.
Das zum Abschluss gewählte Stück «Zum Abschied» oder auf Englisch «Amazing grace» krönte unseren Auftritt und wir wurden danach mit tosendem Applaus in eine Zugabe getragen. Wie konnte es anders sein, die Zugabe wurde natürlich von der Festgemeinschaft auf Anhieb erraten: «Bajazzo».
Alle sangen mit und so füllte sich der gesamte Saal mit herrlichen Klängen und dieser schönen Geschichte um Liebe, Freundschaft, Abschied und Wiedersehn. Das war ein wirklich gelungener Abschluss unserer Liederreihe und selbst die Service-Angestellte hat uns gestanden, dass sie Hühnerhaut hatte und eine Träne aus ihrem Augenwinkel wischen musste.
Anschliessend gratulierten wir Sänger dem Jubilar Viktor von Herzen zu seinem 90. Geburtstag und wünschten ihm ganz vieles, aber vor allem Gesundheit und noch viel Freude am Leben.
Bei Kaffee, einem leckeren kühlen Dessert und ein zwei kühlen Getränken und wilden Geschichten liessen wir den wunderschönen Nachmittag ausklingen.
Apropos wilde Geschichten: Viktor liess es sich nicht nehmen, persönlich an jeden Tisch der Sänger zu gehen, um sich zu bedanken und noch ein Schwätzchen zu halten. Ich weiss nicht, welche Geschichten er an den anderen Tischen erzählt hat, aber ich war höchst erstaunt, als er an unserem Tisch erzählte, wie er noch heute, mit 90 ab und zu auf sein Motorrad steigt, um eine kleine Spritztour zu machen. Einfach unglaublich wie fit und offen dieser Mann noch ist. Hut ab, oder Mütze, wie ihr wollt.
Wir bedanken uns auch von ganzem Herzen bei Viktor für die Einladung, die Verpflegung und seinen Zustupf in unsere Kasse. Vergelts Gott.