Herzlich Willkommen beim Männerchor Mosnang

Aktuelles

90. Jahre Viktor Oberhänsli

90 und immer noch auf dem motorisierten 2-Rad unterwegs

 

Am 18 Juli feierte Viktor Oberhänsli seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar wünschte sich einen Auftritt des Männerchors Mosnang, in welchem er 51 Jahre Mitglied war und seit 1991 Ehrenmitglied ist.

Seinem Wunsch sind wir gerne nachgekommen. Jolanda, unsere geschätzte Dirigentin hat mit uns Sängern ein grossartiges Programm einstudiert. Natürlich waren die meisten Lieder uns Sängern wohlbekannt und bedurften mehr oder weniger einer Auffrischung. Aber ein nicht ausgesprochener Herzenswunsch von Viktor war das Lied «Der Jäger Abschied», welchen Jolanda zur Überraschung von Viktor gerne mit in das Programm aufgenommen hatte.

Wir trafen uns vorab noch im OSZ Mosnang und mussten einem Sänger noch kurz die Regeln unseres Tenues erklären. Obwohl «Heiland-Sandalen» mit nackt zur Schau gestellten Füssen in der warmen Sommerzeit sicherlich eine angenehme Kühlung versprechen, war es aus unserer Sicht für eine Festgesellschaft nicht zumutbar. Ab nach Hause und Schuhwechsel war angesagt.

Nach einem kurzen Einsingen in korrektem Tenue dislozierten wir auf den Winzenberg ins Restaurant Frohe Aussicht. In unserem schmucken Sommer-Tenue mit neuem Kurzarmhemd, langen Hosen, geschlossenen dunklen Schuhen und Mütze versammelten wir uns vor dem Restaurant.

Weil die Festgemeinschaft in ihrem Programm noch etwas hinterherhinkte, vertrieben wir uns die Zeit draussen teils im Schatten aber auch in der Sonne mit regen Diskussionen. Einige waren auch an den Stallungen oder der herumstehenden Gerätschaften interessiert.

Da sich das ganze noch etwas länger hinzog, hatten die Fest-Verantwortlichen Erbarmen mit uns Sängern und wir durften in der Gartenwirtschaft unsere Stimmbänder mit einem Glas Wein und /oder Wasser auf den bevorstehenden Auftritt vorbereiten.

Dann war es endlich so weit und uns wurde Eintritt gewährt und wir konnten uns vorne im Saal aufstellen. Alle waren natürlich auf eine kurze Ansprache unseres Präsidenten Christian, dem Neffen von Viktor, gespannt. Sorry, leider abwesend. Kein Problem, der Vice Präsi Ivo springt in einem solchen Fall natürlich gerne ein, dafür ist er ja da, neben vielem anderen, versteht sich. Sorry, leider abwesend. Nachdem sich aus dem Vorstand niemand dieser wichtigen Aufgabe gewachsen fühlte, mussten wir auf einen valablen und kompetenten Redner zurückgreifen und fanden ihn in der Person von unserem ex Präsidenten Bruno Fischbacher, der seine Aufgabe hervorragend machte, die Festgemeinschaft bestens unterhielt und dem Chor beinahe die Show gestohlen hätte, aber eben, nur beinahe 😉

Unser erster Vortragsblock bestand aus den Liedern: «Heute hier morgen dort», «Die alten Strassen», «Das Ave Maria der Berge» mit Solist Sepp Oberhänsli und «Glocken der Heimat». Die Zuhörer waren sichtlich angetan von unseren Vorträgen und aus dem Augenwinkel heraus konnte ich Viktor sehen, wie er mit leuchtenden Augen bei jedem Lied mitgesungen hat. Welche Gedanken an schöne Momente mit dem Männerchor dabei durch seinen Kopf geschossen sind, lässt sich nur vermuten.

Nach einer kurzen Pause mit erfrischenden Getränken getrauten wir uns dann an den zweiten Liederblock. Jolanda hat in gekonnter Manier die Lieder «Abendfrieden» und «La Montanara» vorangekündigt. Beim nächsten Vortrag hielt sie die Spannung für den Jubilaren noch etwas offen und verriet den Titel nicht sofort, aber sie war sich bewusst, dass es für Viktor eine wirklich schöne Überraschung sein würde, eines seiner Lieblingsstücke zu hören. Und so war es dann auch, als wir in das Lied «Der Jäger Abschied» einstimmten, glaubte ich sein Herz schneller Schlagen zu hören und seine Augen glänzten wie Edelsteine.

Das zum Abschluss gewählte Stück «Zum Abschied» oder auf Englisch «Amazing grace» krönte unseren Auftritt und wir wurden danach mit tosendem Applaus in eine Zugabe getragen. Wie konnte es anders sein, die Zugabe wurde natürlich von der Festgemeinschaft auf Anhieb erraten: «Bajazzo».

Alle sangen mit und so füllte sich der gesamte Saal mit herrlichen Klängen und dieser schönen Geschichte um Liebe, Freundschaft, Abschied und Wiedersehn. Das war ein wirklich gelungener Abschluss unserer Liederreihe und selbst die Service-Angestellte hat uns gestanden, dass sie Hühnerhaut hatte und eine Träne aus ihrem Augenwinkel wischen musste.

Anschliessend gratulierten wir Sänger dem Jubilar Viktor von Herzen zu seinem 90. Geburtstag und wünschten ihm ganz vieles, aber vor allem Gesundheit und noch viel Freude am Leben.

Bei Kaffee, einem leckeren kühlen Dessert und ein zwei kühlen Getränken und wilden Geschichten liessen wir den wunderschönen Nachmittag ausklingen.

Apropos wilde Geschichten: Viktor liess es sich nicht nehmen, persönlich an jeden Tisch der Sänger zu gehen, um sich zu bedanken und noch ein Schwätzchen zu halten. Ich weiss nicht, welche Geschichten er an den anderen Tischen erzählt hat, aber ich war höchst erstaunt, als er an unserem Tisch erzählte, wie er noch heute, mit 90 ab und zu auf sein Motorrad steigt, um eine kleine Spritztour zu machen. Einfach unglaublich wie fit und offen dieser Mann noch ist. Hut ab, oder Mütze, wie ihr wollt.

Wir bedanken uns auch von ganzem Herzen bei Viktor für die Einladung, die Verpflegung und seinen Zustupf in unsere Kasse. Vergelts Gott.

14.06.2026

Chrüzeggwanderung

Wer den Regen nicht ehrt, muss halt schwitzen

 

Da war doch noch was, ach ja die Chrützegg. Verdammt lange her, ich kann mich kaum mehr erinnern. Leider hatte ich seeehr viel zu tun, aber lieber spät als gar nie.

Am 7. Juli, vor unserer wohlverdienten Ferienzeit, haben wir uns auch dieses Jahr wieder vorgenommen, auf die Chrüzegg zu pilgern, um dort die Aussicht zu geniessen und etwas Feines zu essen. Das Singen war wie immer nur zweite Priorität, je nach Stimmung unsererseits aber auch die der Gäste.

Die harten Kerle, und das haben wir so einige, haben sich bereits am Mittag auf den Weg gemacht. Es gab diverse Möglichkeiten, auf die Chrüzegg zu gelangen. Ausgangspunkte wie Hohl, Loo oder gemütlich mit dem Auto ab Mosnang, mit Fahrbewilligung versteht sich, oder auch mit dem Bike. Unser Präsi Christian hat für alle Varianten eine Whatsapp Anfrage gestartet, was aber für einige schon eine ziemliche Herausforderung war. Diejenigen, die fahren wollten, mussten das entsprechend Kund tun. Den meisten gelang das auch, aber hochwandern und runterfahren war keine Option. So fehlte am Ende ein Platz zum Runterfahren. Da musste einer in den sauren Apfel beissen und nach anstrengendem Berganstieg diesen Berg auch wieder runter. Wir alle hoffen, dass er noch ein Prügeli als Zwischenverpflegung dabeihatte, um der Unterzuckerung vorzubeugen 😉

Es war ein wunderschöner Abend, mit tollem Wetter, gemütlicher Stimmung, einer fantastischen Aussicht, bis runter zu den Seen und wenn da die Alpen nicht gewesen wären, hätten wir wohl auch das adriatische Meer sehen können.

Wie gesagt, singen war nur optional, aber was wäre der Männerchor Mosnang ohne ein paar Gesangsvorträge. Trotz vollem Bauch und der bevorstehenden Rückreise ins Heimatland haben wir noch ein Paar Lieder vorgetragen. Warum es diesmal im Saal ziemlich leise war, während unseren Darbietungen, entzieht sich meinen Kenntnissen. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Leute während der Fussball-WM schon den gesamten Sprit fürs Schreien verschossen hatten, oder einfach im Handy den Fussballmatch Schweiz-Kolumbien verfolgt haben. So oder so, uns konnte das nur recht sein.

Vielen Dank noch dem Wirtepaar Manser für die leckere Verpflegung und den spendierten letzten Trunk.

 

24.07.2026

Auftritt im Alters-und Pflegeheim Hofwies

Vom Winde verweht.

Am Sonntag, dem 14. Juni durften wir Männerchörler den Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Mosnang etwas gesangliche Auflockerung in den Alltag bringen. 

Aber starten wir von vorne....

Auch wenn "noch" kein Männerchörler ein Toupee trägt, das vom Winde hätte verweht werden können, wurde nach anfänglichem windigem Einsingen im Freien, der Auftritt in die geschützten Hallen des Alters- und Pflegeheims Hofwies verlegt.

Das Einsingen war "Eins", der Auftritt was ganz anderes, gell Jolanda ;-) 

Wie schlechthin bekannt: Wenn die Hauptprobe nicht nach Wunsch verläuft, sind die Vorführungen vor Publikum dann umso besser.

Jolanda hat wieder ein tolles, lebhaftes Programm zusammengestellt und eingeübt und Ivo recherchierte zu jedem Lied die wichtigsten Informationen und bereitete lustige Anektoten vor, welche er jeweils vor dem Stück den begeisterten ZuhörerInnen vortrug. Mit den Liedern im ersten Vortragsteil: "Heute hiere, morgen dort", "Lueged vo Berg und Tal", "Biene Maja" und "Freunde wie wir" konnten wir den Anwesenden bereits tollen Applaus entlocken. Das eine oder andere, "die singet so schöön" oder "das het mer gfallä" konnten wir aus den Reihen vernehmen, was unser Sängerherz anspornte, für den zweiten Teil noch eine "Schippe" drauf zu legen.

Das war für den zweiten Teil aber nur möglich, weil wir uns in der Pause mit einem feinen Dessert und Getränken stärken konnten und durch die weit geöffnete Schiebetüre etwas kühlere Luft und vor allem Sauerstoff von draussen in den Raum strömen lassen konnten.

Der zweite Teil begann mit einer Erstaufführung des Männerchors, mit dem Lied "Sing mit mir". Dieses Lied hat so seine Tücken, weil es extrem "widertäcktig" ist und dies für Männerchöre, die meist schön fliessende Lieder singen, eine echte Herausforderung war. Man konnte nicht nur den Sängern eine gewisses Unruhe anmerken, sondern auch unsere Dirigentin war sichtbar nervös, denn das Einsingen dieses Lieds war nicht gerade erfolgversprechend. Aber aller Nervosität zum Trotz, haben wir das Lied noch niemals vorher so gut gesungen. Hier ein BRAVO meinen Mitstreitern und auch Jolanda war sichtbar glücklich über den gelungenen Vortrag.

Die restlichen Lieder waren dann ein Kinderspiel, so wie das Lied "Die Wunder dieser Welt" aber auch das zur Hitze passende Lied "Pack die Badehose ein" und zum Schluss "Amazing grace" oder auf Deutsch "Zum Abschied". Ivo hat vor dem Vortrag sehr philosophisch eine Brücke zu unserem nächsten Besuch in der Hofwies geschlagen, indem er das eher melancholisch beginnende Lied mit einer Aussicht auf ein Wiedersehen am Chlaustag angekündigt hat.

Wir liessen uns durch den tollen Applaus zu einer Zugabe hinreissen und nach einer einstimmigen Abstimmung sangen wir zusammen mit den Bewohnern, wie üblich, das Lied "Bajazzo".

Gut gelaunt über den gelungenen Auftritt und den glücklichen Gesichtern der Bewohner konnten wir diesen tollen Nachmittag im Freien auf der Terrasse mit ein paar kühlen Getränken aus grünen Flaschen abschliessen.

Wir möchten uns für die Gastfreundschaft beim gesamten Team des Alters und Pflegeheims Hofwies und den Bewohnern und Gästen für den tollen Applaus bedanken und sagen jetzt schon, auf ein Wiedersehen am Chlaustag.

14.06.2026